Kiosk 1975: Guter Dialog mit grünen Landtagsabgeordneten und SpitzenkandidatInnen zur Kommunalwahl

Frostig waren am Donnerstag Nachmittag an unserem Kiosk 1975 einzig die Temperaturen, die alle Teilnehmenden erst einmal zu einem heißen Tee oder Glühwein verleiteten. Wir hatten mit Hildegard Förster-Heldmann und Andreas Ewald gleich zwei grüne Landtagsabgeordnete zu Gast. Zudem war mit Eva Bredow-Cordier und Heiko Depner auch das Spitzenduo der Darmstädter Grünen für die Kommunalwahl im kommenden Frühjahr dabei, nebst zwei MitarbeiterInnen der Parteigeschäftsstelle. Rund 20 interessierte Nachbarinnen und Nachbarn trotzten der Kälte und nahmen interessiert teil.

Quartierarbeiter Bastian führte kurz in die im Spätsommer gemeinschaftlich erhobene und gestaltete „Eure Agenda fürs Quartier“ (alle Beiträge auf diesem Blog nachlesbar) ein, in dem in kleinen und großen Punkten eine Art To-Do-Liste für Darmstadt-West und Alt-Bessungen erhoben wurde. Und traf auf gut informierte und vorbereitete PolitikerInnen.

Mehrere NachbarInnen nutzen die Möglichkeit, die in ihrer Lebenswirklichkeit wichtigen Punkte, die auch schon Teil der „Agenda fürs Quartier“ wurden, noch einmal persönlich anzusprechen. So war bspw. die unüberdachte Bushaltestelle am Hannah-Arendt-Weg / Netto-Supermarkt Thema. Aber auch die Mangelsituation der HausärztInnen im Quartier, die zunehmenden Graffiti-Schmierereien, Tempo 30 Überschreitungen und die fehlende Bürgersteig-Absenkung rund um den Quartierladen und die damit verbundenen Schwierigkeiten für den SeniorInnen-Mittagstisch waren Thema.

Die Kommunal- und Landtagsabgeordneten hörten aufmerksam zu, fragten nach und sagten auch eine ausführliche schriftliche Stellungnahme zu unserer „Eure Agenda fürs Quartier“ zu. Es wurde zudem angedeutet, dass einige unserer Anliegen auch im offiziellen Wahlprogramm von Bündnis 90/ Die Grünen zur Kommunalwahl aufgenommen wurden. Das wäre ein toller Erfolg!

Ein Thema lag vielen interessierten Nachbarinnen und Nachbarn dann noch am Herzen: Die fehlende Möglichkeit im Quartier, für kleine Veranstaltungen von Vereinen oder Interessensgruppen einen Raum unkompliziert anmieten zu können. Durch den rasanten Wegfall von Kneipen und Gaststätten im Quartier Darmstadt-West und Alt-Bessungen, sind auch viele Stammtische und die klassischen „Nebenräume“ der Gaststätten weggefallen. Hier konnte man sich früher ohne bürokratisches TamTam für kleines Geld treffen. Diese Möglichkeiten fehlen schmerzlich.

Eine Idee, die Quartierarbeiter Bastian präsentierte, wäre die Nutzung des neuen kleinen Mensa-Gebäudes an der Wilhelm-Leuschner-Schule. Der kleine Neubau mit Speisesaal sei wie geschaffen für kleine Veranstaltungen in den Abendstunden. Der Verein „Zusammen in der Postsiedlung“ würde sich hier einbringen, um einen neuen kleinen sozialen Ort im Quartier zu schaffen. In Zeiten knapper Kassen würden zudem vorhandene Ressourcen effektiv genutzt.

Auch denkbar sei die perspektivische Nutzung des kleinen ehemaligen TAP-Gebäudes in der Bessunger Straße. Hier könnte sich unser Verein sogar einen Ankauf der Immobilie vorstellen, wenn man gemeinsam mit der Stadt in einen konstruktiven Dialog kommen würde. Es wurde vereinbart, hierüber im Gespräch zu bleiben.

Im Anschluss an den gelungenen politischen Austausch, der noch viele weitere allgemeinpolitische Punkte streifte, besichtigten wir noch unser neues Ladengeschäft Liebelei – schöne Dinge für Lieblingsmenschen in der Bessunger Straße 107. Dort endete die Veranstaltung schließlich.

Wir sagen DANKE für den spannenden politischen Dialog!

Die Postsiedlung – Solidarität findet Stadt.